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Halloween – mein erstes Blogstöckchen

Von der lieben Karo bekam ich  mein erstes Blogstöckchen (ursprünglich wurde die Blogparade von Robin erschaffen). Ein kleiner Schubs zum Artikelschreiben ist ja jetzt nicht so verkehrt. Außerdem find ich Fragen beantworten super – das entspricht absolut meinem kleinen Klogschieter-Naturell ;-) .

Regeln in Kurzform: Antworten zu den 10 Fragen schreiben, andere zum Mitmachen motivieren, Beitrag verlinken, fertich.

1. Für die einen ist es ein blöder Ami-Brauch, für die anderen ein ernsthafter Feiertag: Wie ist deine Meinung zu Halloween?
Oh mein Gott, das ist ja schon Ende dieser Woche! Ich halte nicht allzu viel davon, bin also mehr die Fraktion „blöder Ami-Brauch“. Ok, ich werde mich vermutlich dem allgemeinen Gruppenzwang beugen und ein bisschen Naschkram bereit legen. Vielleicht sollte ich getrocknete Pflaumen, Vollkorn-Haferkekse und Bananenchips kaufen *harhar* – sind ja schließlich auch süß. Aber ich befürchte, dann gibt’s wirklich Saures. Mal gucken, ob überhaupt jemand kommt. Hier in der Gegend laufen die Kinder nämlich eher “Mattemännken”. Sie verkleiden sich, klingeln an allen Haustüren, singen das Mattemännken-Lied und bitten um Süßigkeiten – Halloween auf Plattdeutsch quasi, nur an einem anderen Datum, dem 10. November.

So lautet der Text *streutnocheinbisschenWissen*:

Mattemännken goue man
die uns alle watt gieven kann.
Äppel oder Biernen
Nüsse sind vergieven.
Liebe Jungfrau giev uns watt,
lass uns nicht zu lange stehen,
denn wir wolln noch n bisken weitergehn
bis nach Bremen.
Da wolln wa uns n bisken wärmen.
Bis in die Aulestadt
da stecken se uns alle in den Sack!

2. Feierst du Halloween und wenn ja, wie?
Die Fraktion „blöder Ami-Brauch“ feiert eher nicht. Vielleicht werde ich meine herausragenden Bastelfähigkeiten *hust* dazu einsetzen, um mit den Kindern Kürbisse aus Tonpapier auszuschneiden und ins Fenster zu hängen. Vielleicht aber auch nicht. Das endet nämlich vermutlich wieder in halb aufgegessenen Buntstiften und Klebstoff an diversen Extremitäten beim Kleinkind und Frust beim Großkind, weil ich aufgrund von Kleinkind-Katastrophenvermeidungshandlungen nicht angemessen zum helfen komme.

3. Was ist dein Lieblingskostüm?
Puuuh, öööhm, joar. Die Frage fällt wohl aus wegen hab-ich-nicht. Ich geh als gestresste Mutter mit Augenringen. Real-Life-Zombie quasi ;-)

4. Was war dein Kindheitsmonster? 

Ich glaube ich war 8 oder 9 als ich im Fernsehen eine Dokumentation über den Ritter Kahlbutz sah (ja, schon immer ein Klugscheißerkind :-D). Dieser besagte Ritter wurde der Sage nach des Mordes an einem Schäfer bezichtigt. Ihm wurde vorgeworfen, er habe den Schäfer aus Rache erschlagen, weil dessen Verlobte – eine Magd des Ritters – ihm das „Recht der ersten Nacht“ verweigert hätte. Im Strafprozess wurde der Ritter Kahlbutz freigesprochen, da die Zeugen fehlten. Er soll dabei vor dem Gericht geschworen haben: „Wenn ich doch der Mörder bin gewesen, dann wolle Gott, soll mein Leichnam nie verwesen.“

Als man 1794 – 90 Jahre nach seinem Tod im Rahmen von Renovierungsarbeiten an der Kirche den Sarg öffnete, war der gute Mann *trommelwirbel* mumifiziert. Es ist bis heute nicht vollständig geklärt, warum der Verwesungsprozess nicht einsetzte.

Langer Rede, kurzer Sinn: Man zeigte in dieser Reportage natürlich auch ebenjene Mumie aus allen Blickwinkeln und ab da musste ich dann abends immer unter mein Bett leuchten, ob denn dieser Typ da nicht wie durch Hexerei drunter gelandet wäre.

5. Viele Leute schwören, nicht abergläubisch zu sein. Aber Hand auf’s Herz: Jeder glaubt doch irgendwie, Glück und Pech beeinflussen zu können. Welchem Aberglauben hängst du an? 
Holz ist ein schönes Material und die Drei ist eine schöne Zahl. Beides passt gut zusammen und beschützt beim Zusammenfügen mittels Klopfen ganz sicher vor Bösem ;-)

6. Glaubst du an Geister?
Ich glaube an Hausgeister. Das sind die guten oder auch manchmal nicht ganz so guten Seelen eines Hauses, die auf uns aufpassen. Gerade alte Häuser haben da ihren ganz eigenen Charakter. Ein paar allgemeine Höflichkeitsregeln sollte man schon beachten, um die Hausgeister nicht zu verärgern. Ich habe uns beim Einzug in unser Haus höflich vorgestellt und ab und zu bedanke ich mich dafür, dass sie auf uns und das Haus aufpassen. Hausgeister helfen auch durchaus beim Wiederfinden verlorener Dinge, wenn man freundlich darum bittet. Meist folgt nach der Bitte nämlich eine plötzliche Eingebung, wo man denn nochmal suchen könnte. Aberglaube? Unsinn? Hirngespinste? Mir egal, ich mag meine Hausgeister. Mein Mann amüsiert sich drüber (und heimlich bitte ich die Hausgeister dann um Nachsicht für ihn ;-)).

Weiterhin habe ich so meine selbst zusammengeklöppelte Theorie, dass unsere Lieben nicht einfach weg sind, sondern auf wie auch immer geartete Weise auf uns aufpassen. Ein tröstlicher Gedanke, der auch dem Großkind schon beim Tod des Opas geholfen hat. Der sitzt jetzt nämlich auf der Wolke und angelt nach Wolkenfischen und hinterher baut er sich *schnipps* nen Wolkenmercedes und fährt über die Wolkenautobahn. „Und wenn keine Wolken da sind?“ fragte das kluge Kind. „Dann sucht er sich ein gemütliches Gebüsch und macht dort ein Nickerchen, bis wieder Wolken da sind.“, erklärte ich ihr. Die Theorie fand sie zufriedenstellend. Und ich auch irgendwie.

7. Der Tod lauert überall… In welcher Situation ist dir mal der Gedanke gekommen: “Ich hätte gerade sterben können?”
Ich kann mich glücklicherweise an keine solche Situation erinnern.

8. In unserer heutigen Zeit wird der Tod gerne ausgeblendet. Wie gehst du persönlich damit um?
Ich bin zumindest bei diesem Thema mehr so der Verdrängungstyp. Ich merke, dass meine Eltern so langsam älter werden und ab und zu schleicht sich der Gedanke ein, dass sie nicht ewig auf dieser Welt sein werden. Aber es bringt mir ja nichts, da jetzt ewig drüber zu sinnieren, was ich dann mache und wie schlimm es sein wird. Ich lese aber ganz gerne im Bestatterweblog. Dann habe ich das Gefühl zumindest theoretisch auf das Ganze drumherum vorbereitet zu sein, auf die emotionale Seite kann man sich sowieso nicht vorbereiten.

9. Ich lege dir 1000 Euro in bar auf den Tisch und einen Zettel, auf dem steht “Hiermit verkaufe ich dem Besitzer dieses Vertrags meine Seele”. Würdest du das Geld nehmen und ihn unterschreiben?
Nein!

10. Karos Bonus Frage: Wem würdest du gerne mal einen Halloween Streich (Haus in Toilettenpapier wickeln oder gerne auch kreativer) spielen?
Ich find Streiche irgendwie doof. Also ja, ich lache zugegebenermaßen auch bei „Verstehen Sie Spaß?“, aber selbst Streiche aushecken ist nicht so meins.

So, fertich. Hat Spaß gemacht. Gerne wieder.